Wegen neuer Einreisekontrollen der EU: Die Swiss befürchtet in den Herbstferien lange Wartezeiten

    Neue EU-Einreisekontrollen (EES) ab September 2026 könnten lange Wartezeiten an europäischen Grenzen, insbesondere am Flughafen Zürich, verursachen. Die Swiss befürchtet Engpässe in den Herbstferien durch biometrische Datenerfassung für Drittstaatsangehörige.

    Wegen neuer Einreisekontrollen der EU: Die Swiss befürchtet in den Herbstferien lange Wartezeiten

    Zürich/Brüssel, 24. August 2026 – Swiss International Air Lines (Swiss) äussert sich besorgt über mögliche lange Wartezeiten an den Grenzkontrollen im kommenden Herbst. Grund sind die neuen Einreisebestimmungen der Europäischen Union, die mit dem Ablauf der Übergangsfrist im September 2026 vollumfänglich in Kraft treten. Dieses neue elektronische Einreisesystem soll die Sicherheit erhöhen, birgt jedoch das Risiko von Engpässen und Verzögerungen an den europäischen Aussengrenzen, wovon auch der Flughafen Zürich betroffen sein könnte. Insbesondere während der beginnenden Herbstferienzeit wird ein erhöhtes Passagieraufkommen erwartet, das die Kapazitäten der Abfertigungsprozesse zusätzlich beanspruchen könnte.

    Das neue System namens EES (Entry/Exit System) erfasst künftig biometrische Daten von Drittstaatsangehörigen, die in den Schengen-Raum einreisen. Dies umfasst Fingerabdrücke und Gesichtsbilder, die bei der ersten Einreise gespeichert und bei jeder weiteren Überquerung der Schengen-Aussengrenze abgeglichen werden. Ziel ist es, die effiziente Überwachung von Aufenthaltsdauern und die Identifizierung von Personen zu erleichtern, die sich illegal im Schengen-Gebiet aufhalten oder die zulässige Aufenthaltsdauer überschreiten. Die technische Umsetzung und die notwendigen Kapazitätsanpassungen an den Flughäfen und Grenzübergängen stellen jedoch eine erhebliche Herausforderung dar, die europaweit zu Unsicherheiten führt.

    Diese Entwicklungen sind auch für Studierende und Professionals relevant, die ein MBA- oder Master-Studium in der DACH-Region oder anderen europäischen Ländern anstreben oder bereits absolvieren. Insbesondere internationale Studierende aus Nicht-EU-/EFTA-Staaten, die für ihre Studienreise oder für Praktika den Schengen-Raum betreten, müssen sich auf längere Abfertigungszeiten einstellen. Die Notwendigkeit der biometrischen Datenerfassung bei der ersten Einreise und der spätere Abgleich könnten den Ablauf an den Grenzkontrollen verlangsamen. Eine frühzeitige Anreise zum Flughafen und die sorgfältige Vorbereitung aller notwendigen Dokumente werden daher essenziell, um Reisepläne nicht zu gefährden.

    Vorbereitung auf Reisen

    Hochschulen und Bildungsinstitutionen, die internationale Studierende anziehen, sind angehalten, ihre Bewerber und eingeschriebenen Studierenden frühzeitig über die neuen Anforderungen und potenzielle Verzögerungen zu informieren. Dies betrifft nicht nur den Studienbeginn, sondern auch Reisen zu Konferenzen, Projekttreffen oder zur Familie in den Semesterferien. Eine vorausschauende Reiseplanung, insbesondere die Berücksichtigung von ausreichend Pufferzeiten vor Anschlussflügen oder wichtigen Terminen, wird empfohlen. Für Personen, die regelmässig zwischen dem Schengen-Raum und Drittstaaten pendeln, wie es bei vielen internationalen Führungskräften der Fall ist, könnten diese Neuerungen den Reisealltag spürbar beeinflussen.