ADHS im Job: »Man darf nicht zu denken beginnen!«
ADHS im Job: Psychiater Heiner Lachenmeier (selbst betroffen) erklärt, wie man Herausforderungen meistert und Stärken wie Kreativität oder Hyperfokus nutzt. Erfahren Sie seine Hacks gegen starre Strukturen und Überanalyse im Berufsalltag.
ADHS im Job: »Man darf nicht zu denken beginnen!«
Viele Menschen mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) stehen im Berufsleben vor spezifischen Herausforderungen, insbesondere wenn sie mit starren Strukturen und Routinen konfrontiert sind. Der Psychiater Heiner Lachenmeier, selbst von ADHS betroffen, teilt seine praxiserprobten Strategien, um die eigenen Stärken in jedem beruflichen Umfeld optimal zu nutzen. Diese Einsichten sind besonders relevant für Fach- und Führungskräfte sowie Studierende, die ihre Karriere aktiv gestalten wollen, auch in anspruchsvollen Studiengängen wie dem MBA. Veröffentlicht am 21. September 2026.
ADHS kann sich im Arbeitsalltag vielfältig äußern, von Konzentrationsschwierigkeiten und leichter Ablenkbarkeit bis hin zu Impulsivität und Schwierigkeiten bei der Zeitplanung. Gleichzeitig werden Menschen mit ADHS oft auch positive Eigenschaften zugeschrieben, wie erhöhte Kreativität, Problemlösungskompetenz unter Druck und die Fähigkeit zum sogenannten "Hyperfokus", bei dem sie sich über Stunden intensiv einer Aufgabe widmen können. Lachenmeiers Ansatz konzentriert sich darauf, diese Stärken zu identifizieren und gezielt einzusetzen, während gleichzeitig Strategien zur Bewältigung der spezifischen Hürden entwickelt werden. Das Vermeiden von Überanalyse ("Man darf nicht zu denken beginnen!") steht dabei exemplarisch für Techniken, die helfen sollen, Entscheidungsblockaden oder Perfektionismus zu überwinden, welche die Produktivität beeinträchtigen können.
Für Interessenten an MBA- und Master-Studiengängen bedeutet dies eine erweiterte Perspektive auf persönliche Entwicklung und Führungskompetenzen. Diese Studiengänge sind oft durch hohe Anforderungen an Selbstorganisation, Projektmanagement und die Fähigkeit zum Multitasking geprägt. Das Verständnis für neuronale Diversität und die Entwicklung individueller Arbeitsstrategien, die über traditionelle Zeitmanagement-Methoden hinausgehen, kann einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Moderne MBA-Programme betonen zunehmend auch Soft Skills und persönliche Resilienz, was Raum für die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Arbeitsweisen und der Förderung eines inklusiven Arbeitsumfelds bietet.
Die Erkenntnisse Lachenmeiers unterstreichen die Bedeutung maßgeschneiderter Ansätze im Berufsleben. Sie zeigen, dass starre Rahmenbedingungen zwar eine Herausforderung darstellen können, aber mit den richtigen Strategien und einem tiefen Verständnis der eigenen Arbeitsweise die Leistung und Zufriedenheit signifikant gesteigert werden können. Dies ist nicht nur für Individuen mit ADHS relevant, sondern für jeden, der seine Effizienz steigern und sein volles Potenzial entfalten möchte. Die Integration solcher Perspektiven in die berufliche Bildung, wie sie MBA-Studiengänge bieten, kann zukünftigen Führungskräften helfen, flexiblere und leistungsfähigere Teams aufzubauen.