Wie viel Unterstützung ist bei einer Masterarbeit erlaubt?
Wie viel Unterstützung ist bei einer Masterarbeit erlaubt?
Die Masterarbeit ist eine bedeutende akademische Leistung, die den Abschluss eines Masterstudiums krönt. Bei der Erstellung einer solchen Arbeit können Studierende auf verschiedene Formen der Unterstützung zurückgreifen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, welche Art der Unterstützung erlaubt ist und wo die Grenzen liegen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Themen Ghostwriting, Coaching und Lektorat und diskutieren, wie viel Unterstützung bei einer Masterarbeit zulässig ist.
Ghostwriting bezieht sich auf die Praxis, dass ein Ghostwriter die Masterarbeit im Auftrag des Studierenden als eine individuelle Musterarbeit verfasst. Obwohl diese Methode ein schnelles Ergebnis verspricht, ist sie ethisch umstritten und wird Universitäten und Hochschulen als Betrug angesehen. In Österreich wurde sogar ein „ Ghostwriter-Verbot “ im 2022 Jahr eingeführt, dass das Anbieten von Ghostwriting-Leistungen im akademischen Bereich verbietet.
Die eigenständige Erstellung der Masterarbeit ist ein grundlegender Bestandteil des akademischen Prozesses und ermöglicht den Studierenden, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis zu stellen. Daher ist Ghostwriting in der Regel nicht erlaubt und kann zu schwerwiegenden Konsequenzen wie der Exmatrikulation führen.
Dennoch kann eine Ghostwriter-Masterarbeit eine hilfreiche Unterstützung darstellen, wenn Sie als Orientierungshilfe genutzt wird. In so einer Masterarbeit können z. B. wertvolle Quellen und die Herangehensweisen zu einer bestimmten Forschungsfrage eingesehen werden. Die Übernahme der Quellen und Herangehensweisen ist legal.
Im Gegensatz zum Ghostwriting bietet das Coaching eine unterstützende Rolle, indem es den Studierenden bei der Organisation, Planung und Strukturierung ihrer Masterarbeit hilft. Ein Coach kann wertvolle Einblicke in den Forschungsprozess geben, methodische Anleitungen bieten und bei der Literaturrecherche unterstützen. Es ist wichtig zu beachten, dass ein Coach die Arbeit nicht für den Studierenden umsetzen sollte. Stattdessen soll er den Lernprozess fördern und dem Studierenden dabei helfen, seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Coaching ist in der Regel erlaubt und kann den Studierenden dabei helfen, ihre Arbeit effektiv zu gestalten. Allerdings ist die Grenze des Coachings sehr unpräzise und subjektiv. Daher ist eine Absprache mit der Universität / Hochschule zu empfehlen, wie weit die Unterstützung bei der Masterarbeit gehen kann.
Diese Unterstützungsform bei der Masterarbeit kann je nach Umfang sogar kostenintensiver als das Ghostwriting sein.
Das Lektorat bezieht sich auf die sprachliche und stilistische Überarbeitung einer Masterarbeit. Ein Lektor prüft die Arbeit auf Grammatikfehler und verbessert den Schreibstil. Es ist wichtig anzumerken, dass ein Lektorat keine inhaltlichen Änderungen an der Masterarbeit beinhalten sollte. Das bedeutet, dass ein Lektor die Masterarbeit nicht umschreiben oder neue Ideen einbringen sollte. Die Rolle des Lektors besteht darin, die sprachliche Qualität der Arbeit zu verbessern, ohne den wissenschaftlichen Gehalt zu verändern. In den meisten Fällen ist das Lektorat erlaubt und wird sogar von vielen Hochschulen empfohlen. Auch wenn der Lektor keine inhaltlichen Veränderungen in Masterarbeit vornehmen darf, kann der Lektor auf inhaltliche Fehler, Verbesserungen und Ergänzungen hinweisen. Aus diesem Grund ist es ratsam, einen fachspezifischen Lektor zu engagieren, damit er das bestmögliche Feedback geben kann, wie man die Qualität der Masterarbeit auch inhaltlich verbessern kann.