Sharing Economy: Benutzen ist das neue Besitzen
Sharing Economy: Benutzen ist das neue Besitzen
Wiebke Adler, Studentin des MBA Digital Marketing & Data Management, erläutert in Ihrem Gastbeitrag die Funktionslogik einer Sharing Economy. Sie geht den Ursprüngen dieses Wirtschaftsprinzips auf den Grund, beleuchtet die für Sharing relevanten Wirtschaftssektoren und gibt eine Antwort auf die Frage, wie sozial Sharing tatsächlich ist.
Die Sharing Economy ist ein Wirtschaftsprinzip, das sich ständig weiterentwickelt. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um den Einsatz von Technologie zur Erleichterung des Austauschs von Gütern oder Dienstleistungen zwischen zwei oder mehr Parteien.
Sharing bedeutet nicht hauptsächlich teilen (das wäre dann das englische Wort to divide), sondern gemeinschaftliche Nutzung. Das bedeutet im Gegensatz zum Teilen, dass du nicht weniger von Etwas hast, indem du auch andere Leute an deinem Besitz teilhaben lässt.
Teilen = Ich gebe dir etwas von meiner Pizza ab und habe dadurch selbst weniger Pizza.
Sharing = Du brauchst ein Loch in der Wand und ich besitze eine Bohrmaschine, die ich gerade nicht benötige. Du kannst sie gerne benutzen, bis dein Bedürfnis erfüllt ist und gibst sie mir danach im selben Zustand zurück.
Woher kommt diese Idee des Austauschs?
Die Wirtschaftlichkeit einer geteilten Güternutzung endet dort, wo der Aufwand für die Koordinierung den Gewinn übersteigt. Dies trifft dann zu, wenn man jemanden einen Gefallen tun möchte oder diese Person gut kennt.