Learning by doing - die Zukunft der Management-Ausbildung
Warum erlebnisseitiges Lernen und Liebe zum Detail die Zukunft der Management-Ausbildung prägen
In einer sich rasant verändernden globalen Wirtschaft genügt es für angehende Führungskräfte längst nicht mehr, theoretische Management-Modelle auswendig zu lernen. Der wahre Unterschied zwischen einer passablen und einer exzellenten Unternehmensführung liegt nicht in der blauen Skizze einer mutigen Strategie, sondern in der präzisen Umsetzung im Alltag – der sogenannten Execution.
Neue Impulse aus der internationalen Hochschulforschung, wie die Arbeiten von Prof. Sandra Corredor am renommierten Gies College of Business, zeigen eindrucksvoll: Die Zukunft der Business Education gehört dem erlebnisseitigen Lernen ( Experiential Learning ), technologischen Simulationen und einer unermüdlichen Liebe zum Detail.
1. Die trügerische Magie der großen Strategie: Warum das Detail entscheidet
Wenn in Wirtschaftsmagazinen oder in den Chefetagen multinationaler Konzerne über den Erfolg von Unternehmen gesprochen wird, stehen meist die großen, spektakulären Weichenstellungen im Vordergrund: Milliarden-Übernahmen (Acquisitions), Abspaltungen von Geschäftsbereichen (Divestitures), grundlegende Restrukturierungen oder mutige Markteintritte.
Die Realität zeigt jedoch ein anderes Bild: Ein Großteil strategischer Initiativen scheitert nicht an einer falschen Grundidee, sondern an mangelhafter Umsetzung. Prof. Sandra Corredor, Assistenzprofessorin für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Strategie und Unternehmertum am Gies College of Business, untersucht in ihrer Forschung genau dieses Phänomen. Ihre Analysen verdeutlichen, dass der Erfolg großer strategischer Entscheidungen primär von den scheinbar kleinen, organisatorischen Stellschrauben abhängt.
Die unterschätzten Designentscheidungen im Management:
Entscheidungsrechte (Decision Rights) : Wer darf auf welcher Ebene welche Entscheidungen treffen? Ein Mangel an klar zugewiesener Verantwortung bremst Innovationen massiv aus.