Die Entwicklung der Kompetenzen 2030
Die Entwicklung der Kompetenzen 2030
Welche Fähigkeiten sollten Beschäftigte in Weiterbildungen besonders häufig erlernen oder ausbauen? Laut der Auswertung eines Weiterbildungsanbieters hat das Training zum "Intentional Learning", also zur Lernfähigkeit selbst, in den vergangenen drei Jahren einen enormen Anstieg erfahren. Doch ein anderes Thema steht an der Spitze der gefragtesten Weiterbildungen.
Kaum eine Fähigkeit hat in den vergangenen Jahren so an Bedeutung gewonnen wie die Fähigkeit zum Lernen selbst – das ergab die Studie "The Evolution of Skills 2030" des Weiterbildungsanbieters Lepaya. Der Bericht vereint die Erkenntnisse von über 100 führenden europäischen Personalfachleuten mit der Datenauswertung der Industriepartner von Lepaya aus den vergangenen drei Jahren. Darin sind ein paar deutliche Trends erkennbar.
Zusammenarbeit und Leadership bleiben meisttrainierte Skills
In allen drei Auswertungszeiträumen blieb ein Weiterbildungsthema unangefochten auf dem ersten Platz: "Collaboration & Influence", deutsch: Zusammenarbeit und Einflussnahme. Im Jahr 2022 verbrachten die Mitarbeitenden der 162 ausgewerteten Unternehmen insgesamt mehr als 20.000 Stunden mit Trainings zu diesen Kompetenzen. Auf Platz zwei landeten 2022 Weiterbildungen zum Thema Leadership, gefolgt von Trainings zu analytischem Denken, Storytelling und Resilienz. Lepaya wertet die hohe Anzahl an Resilienztrainings vor allem als Reaktion auf die "Great Resignation", die große Kündigungswelle, die 2022 viele Unternehmen erfasste. Mehr Resilienz sollte es den Mitarbeitenden ermöglichen, sich an neue Arbeitsformen wie hybride Modelle anzupassen, was dabei helfen sollte, die Talente im Unternehmen zu halten.
In den Top Skills des Jahres 2023 sind die ersten drei Plätze mit denen aus dem Vorjahr identisch, während Storytelling diesmal nur auf dem fünften Platz landet. Resilienztrainings wurden von Weiterbildungen zu einem neuen Thema verdrängt: Platz vier nimmt diesmal das "Intentional Learning" ein, was als "intentionales Lernen" oder auch "zielgerichtetes Lernen" übersetzt werden kann. Es handelt sich demnach um Weiterbildungen, in denen die Fähigkeit zum Lernen selbst erlernt werden soll. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Interesse an intentionalem Lernen um mehr als das Fünffache gestiegen.
Zielgerichtetes Lernen und Sales Skills werden immer wichtiger
In der ersten Jahreshälfte von 2024 ist "intentionales Lernen" sogar direkt nach "Collaboration & Influence" auf Platz zwei der fünf meist trainierten Skills zu finden; die Beschäftigten der untersuchten Unternehmen verbrachten allein mehr als 6.000 Stunden mit dem Thema. Damit verdrängen Trainings zur Lernkompetenz die Leadership-Trainings auf den dritten Platz. Auf Platz vier neu dazu kommen in diesem Jahr die "Sales Skills", die Vertriebskompetenzen. Weiterbildungen zu analytischem Denken schaffen es immerhin noch auf den fünften Platz.