Kolumne „Nine to Five“: Aussortiert und abserviert
Die FAZ-Kolumne „Nine to Five“ vom 10. August 2026 beleuchtet Frustrationen über mangelndes Feedback bei Bewerbungen. Sie thematisiert das Gefühl des „Aussortiertwerdens“ ohne transparente Begründung, ein Problem, das auch MBA-Bewerber betrifft.
Kolumne „Nine to Five“: Aussortiert und abserviert
In der am 10. August 2026 veröffentlichten Kolumne „Nine to Five“ der FAZ wird die persönliche Erfahrung des Autors thematisiert, der trotz engagierten Einsatzes in Bewerbungsprozessen keine Rückmeldung erhält. Diese Situation, in der sowohl der Vater als auch seine Tochter ähnliche Erfahrungen machen, evoziert das Gefühl des „Aussortiertwerdens“ ohne transparente Begründung. Der Artikel beleuchtet die Frustration, die aus mangelnder Kommunikation seitens potenzieller Arbeitgeber resultiert, insbesondere wenn Bewerber viel Zeit und Mühe in ihre Bewerbungen investiert haben. Diese Thematik ist nicht nur für den Arbeitsmarkt relevant, sondern auch für Bewerber um Studienplätze, wie etwa MBA-Programme, wo Transparenz und Feedback entscheidend für die Entscheidungsfindung der Kandidaten sind.
Die Schilderung der Vater-Tochter-Schicksalsgemeinschaft verdeutlicht ein branchenübergreifendes Problem: die oft undurchsichtigen Auswahlprozesse und die mangelnde Wertschätzung für die investierte Zeit und Mühe der Bewerber. Während Unternehmen und Hochschulen den Anspruch auf sorgfältig ausgearbeitete Bewerbungsunterlagen erheben, bleiben Rückmeldungen, insbesondere im Falle einer Ablehnung, oft aus oder sind unzureichend. Dies kann bei den Betroffenen zu Demotivation und Unsicherheit hinsichtlich der eigenen Qualifikationen führen, auch wenn die Gründe für eine Ablehnung oft nicht in der Person selbst liegen, sondern in der schieren Anzahl der Bewerber oder spezifischen, nicht kommunizierten Anforderungsprofilen.
Für angehende MBA-Studierende ist diese Problematik von besonderer Relevanz. Der Bewerbungsprozess für ein Master of Business Administration-Studium ist häufig sehr aufwendig und erfordert nicht nur detaillierte Unterlagen, sondern oft auch Essays, Empfehlungsschreiben und GMAT/GRE-Tests. Die Investition in Zeit und gegebenenfalls auch Kosten ist erheblich. Ein fehlendes oder unzureichendes Feedback seitens der Business Schools kann hier nicht nur Frustration hervorrufen, sondern auch die Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung und zur Verbesserung zukünftiger Bewerbungen erschweren. Dies gilt umso mehr, als viele Bewerber ihre Karriereplanung auf eine Zusage hin ausrichten.
Intransparenz in Bewerbungsverfahren
Die mangelnde Transparenz in Bewerbungsverfahren ist ein wiederkehrendes Thema, das sowohl den Arbeitsmarkt als auch den Hochschulsektor betrifft. Während große Unternehmen und renommierte Business Schools oft mit einer hohen Bewerberzahl konfrontiert sind, was die Personalisierung von Absagen erschwert, wäre ein Minimum an proaktiver Kommunikation wünschenswert. Viele Bewerber wünschen sich zumindest eine standardisierte, aber informative Absage, die über den schlichten Verweis auf andere, besser passende Kandidaten hinausgeht. Dies könnte beispielsweise Hinweise auf fehlende Qualifikationen oder die spezifische Wettbewerbssituation des jeweiligen Jahrgangs beinhalten.